Die Toranlage

Am westlichen Steilhang befand sich das Eingangstor der Burganlage. Dank der Ausgrabungen des Provinzialmuseums Trier unter Leitung von W. Dehn in den 1930-iger Jahren konnten das Tor und die angrenzenden Mauern recht genau erforscht werden:


Es handelt sich hierbei um ein zweiflügeliges Tor von 6 m Breite. Durch die Mittelpfosten in zwei je 2,5 m breite Durchlässe getrennt, besaß das Tor somit eine Aus- und eine Einfahrt. Die Standspuren der Torpfosten und der die Mauer abstützenden Seitenpfosten waren bei den Grabungen deutlich erkennbar. Die in den Pfostenlöchern versenkten Holzpfosten waren mit Steinen verkeilt worden. Eine Schotterlage bedeckte den Boden im Bereich des Tores und sicherte die Durchfahrt auch bei nasser Witterung.



Eine Verstärkung des Mittelpfostens der Torkonstruktion unterstützt die These, dass der Durchlaß von einem hölzernen Wehrgang überdeckt wurde. Dieser etwas zurückversetzte Wehrgang und die vorspringenden Mauerecken lassen uns von einem zwingerartigen Torgebäude sprechen. Hierdurch konnte der Feind besser, nämlich von drei Seiten gleichzeitig, bekämpft werden. Dies war um so wichtiger, als das Tor naturgemäß einen der verwundbarsten Punkte einer Festung darstellt. Nach rechts blickend erkennt man den Vorwall. Er umschließt den gesamten südlichen Bereich der Anlage. Seine genaue Bedeutung ist noch unerforscht. Möglicherweise wurde dort in Notzeiten das Vieh verwahrt oder er dokumentiert eine Bauphase, zu deren Zeit die Gesamtanlage größere Ausmaße besaß.