Die Quelle


Die Quelle liegt innerhalb der Nordwestecke der Befestigungsanlage. Durch den undurchlässigen Taunusquarzit bedingt, tritt das Wasser bereits in relativer Höhenlage (26 m unter der Höhenkuppe bei der Schutzhütte) zu Tage. Noch im 19. Jahrhundert führte die Quelle über das ganze Jahr hinweg ständig Wasser. Heute fließt sie nur noch in den feuchten Jahreszeiten.  Sie ergießt sich in ein Sammelbecken unmittelbar hinter der Nordwestecke der Befestigungsmauer. Ein unter der Mauer hindurchführender Ablauf lenkte das überschüssige Wasser nach draußen.


In der Quelle liegt eine hohe fortifikatorische Bedeutung für die Anlage. Vor allem in Notzeiten war man bei einer Belagerung mit Trinkwasser für Mensch und Vieh bestens versorgt und konnte daher getrost im Schutz der Mauern verharrend, besseren Zeiten entgegen sehen.
Alte Grabungen im Quellbereich während des 19. Jahrhunderts erbrachten zahlreiches Keramikmaterial aus verschiedenen Zeitepochen. Ein Nachweis, daß die Quelle damals tatsächlich genutzt wurden.



Neben der Versorgung mit Trinkwasser mussten in Notzeiten Nahrungsmittel innerhalb der Befestigung bevorratet werden. Diese bestanden zum einen aus verschiedenen Getreidesorten, die man nachweislich in speziellen Speicherbauten deponierte. Das Getreide selbst wurde im Umland bestellt und geerntet. Der Dollberg selbst kam mit seinem unfruchtbaren Boden als Anbaugebiet kaum in Betracht.
An Getreidesorten waren die Spelzgerste, Emmer, Einkorn, Dinkel, Hafer und Nacktweizen bekannt. Weiterhin wurden Hülsenfrüchte wie Linse, Erbse und Saatwicke bekannt.

Hinzu tritt die Viehhaltung. Theorien zum Vorwall gehen dahin, diesen als Viehpferch für Notzeiten zu deuten. In Notfällen ist die Bevölkerung der umliegenden Dörfer in die Anlage geflüchtet und hat, wenn möglich ihr Vieh mitgebracht, um es dem Zugriff des Feindes zu entziehen.

Schweine (ca. 53%) und Rinder (ca. 34%) wurden damals ebenso gezüchtet wie Schafe und Ziegen. Hunde standen ebenso wie Wasservögel (Enten, Schwäne und Graugänse) auf dem erweiterten Speiseplan. Dementgegen spielte die Jagd eine untergeordnete Rolle.