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- Caesar - Bello Gallico
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Gaius Julius Caesar - de bello gallico
Mit der sogenannten Laufelder Kultur,
einer Regionalgruppe der Urnenfelderkulturen endet die
Bronzezeit auch im Bereich des südlichen Hunsrücks.
Die sich bereits zu jener Zeit ( Hallstattzeit) herausprägenden
Übereinstimmungen typologisch-stilistischer Art,
ebenso wie Gemeinsamkeiten aus den Bereichen der Kunst,
Religion und des Totenrituals lassen in den folgenden
Jahrhunderten das keltische Siedlungsgebiet entstehen,
dessen Ausbreitung im 2. Jhdrt. v. Chr eine Ausdehnung
vom Atlantik über Mitteleuropa bis in das Karpatenbecken
hat.
Die Entwicklung um Otzenhausen in ihren Details darzustellen
würde den Rahmen sprengen, sei deshalb nur skizzenhaft
dargestellt:
Um 600 v. Chr. entsteht in dem Gebiet der Eifel und des
Hunsrücks eine eigenständige Kultur, die sog.
Hunsrück-Eifel Kultur, die sich räumlich in
eine West- und eine Ostgruppe unterteilt, wobei Otzenhausen
der westlichen Gruppe zuzurechnen ist. Archäologisch
belegt ist sie durch eigene Trachtelemente und -sitten,
spezielle Gefäßmerkmale in Form und Verzierung,
sowie eigenständige Beigaben- und Bestattungssitten.
Auch der berühmte Latène-Kunststil, der im
südöstlichen Verbreitungsgebiet seinen Ursprung
hat ( Waldalgesheim), lässt sich der H-E-K zuordnen.
Die vorgenannten Eigenarten lassen sich wahrscheinlich
auf einen germanischen Ursprung der keltischen H-E-K Bevölkerung
zurückführen. Jedenfalls rühmten sich die
aus der H-E-K hervorgegangenen Treverer ihres germanischen
Ursprungs. Um 250 v. Chr. endet die H-E-K. Der Siedlungsraum
um Otzenhausen wird aber weiterhin vom keltischen Stamm
der Treverer bis zum Eintreffen der römischen Okkupanten
geprägt.
Über die Treverer liegen uns zahlreiche Berichte
aus den Kriegsbüchern des Gaius Julius Caesar vor.
Diese sind nachfolgend dem Interessierten komprimiert
zugängig gemacht.

Silberdenar mit Portrait des G.J. Caesar
Caesar verfasste 8 Bücher, die nach den
Geschehnissen der Jahre 58 - 51 vor Chr. als Jahrbücher
gegliedert sind. Nachfolgend sind alle Textstellen mit Bezug
zu den Treverern aus "de bello gallico" aufgeführt. Sie
liefern eine Fülle an Informationen zum Verhalten der Treverer
während der Kriegsjahre gegen Cäsars Streitmacht, ihr Verhältnis
zu den anderen Stämmen der Kelten und zu den Germanen, sowie
innere Zwistigkeiten und ihre tragische Niederlage.
Buch I, 37:
Diese Aufträge wurden Cäsar
zur gleichen Zeit überbracht, als Gesandte von den Häduern
und Treverern erschienen, die der Häduer; um sich zu beklagen,
dass die Haruden, die erst kürzlich nach Gallien übergesetzt
seien, ihr Land verwüstete. Nicht einmal durch Stellung
von Geiseln hätten Sie friedliches Verhalten Verhalten
von Ariovist erwirken können. Die Treverer aber klagten;
dass 100 Gaue der Sueben ) auf beiden am Ufer des Rheins
sich nieder gelassen hätten und nun den Rhein zu überschreiten
versuchten; die Brüder Nasua und Cimberius seien die Führer.
Buch II, 23:
Durch all diese Misserfolge
bestürzt, verloren die Reiter der Treverer den Kopf. Sie
standen unter den Galliern im Ruf ganz besonderer Tapferkeit
und waren, von ihrem Stamm zu Hilfe geschickt, zu Cäsar
gekommen. Als sie nun sahen, dass unser Lager von Feinden
wimmelte, dass die Legionäre, hart bedrängt und, fast
eingeschlossen, festgehalten wurden, dass die Trossknechte,
Reiter, Schleuderer und Numider in alle Himmelsrichtungen
flohen, verzweifelten sie an unserer Sache und ritten
schleunigst in die Heimat. Dort meldeten sie ihren Stammesgenossen,
die Römer seien völlig geschlagen, und die Feinde hätten
sich ihres Lagers bemächtigt.
Buch III, 1:
Daher schickte er seinen Titus Labienus
mit der Reiterei im Gebiet der Treverer, die am Rhein
ansässig sind, und befahl ihm und die übrigen Belger aufzusuchen
und ihrer Untertanenpflicht zu erhalten und die Germanen
, die , wie es hieß, von den Galliern zu Hilfe herbeigeholt
wurden, aufzuhalten, falls sie gewaltsam zu Schiff den
Fluss überschreiten versuchen sollten.
Buch IV, 6:
In der Hoffnung darauf dehnten
sich die Germanen ihre Züge bereits weiter aus, und waren
in das Gebiet der Eburonen und Condruser, der Schutzbefohlenen
der Treverer, eingedrungen.
Buch V, 2:
Mit vier schlagkräftigen Legionen
und 800 Reitern marschierte er in das Gebiet der weil
diese weder zur Versammlung kamen; noch den befehle sich
fügten und , wie es hieß, die rechtsrheinischen Germanen
aufwiegelten.
Buch V, 3:
Dieser Stamm verfügte über die
bei weitem bedeutendste Reiterei in ganz Gallien und über
viele Truppen. Es grenzt, wie gesagt, an den Rhein. In
ihm stritten sich zwei Männer um den Vorrang, Indutiomarus
und Cingetorix. ( Sowie Cäsars und seiner Legionen Anmarsch
bekannt wurde, erschien der eine von beiden, Cingetorix,
bei ihm und versicherte, er und seine Stammesgenossen
würden in Gehorsam verharren und niemals die Freundschaft
mit dem römischen Volk aufgeben. Erlegte ihm dar, was
bei den Treverern vorging. Aber Indutiomarus traf Anstalten,
Reiterei und Fußvolk einzubeziehen, die des Alters wegen
nicht mehr Waffenfähigen im Ardennerwalde in Sicherheit
zu bringen, der in ungeheurer Ausdehnung mitten durch
das Gebiet der Treverer vom Rhein bis zur Grenze des Remerlandes
sich erstreckt, und zum Kriege zu rüsten. Als einige Fürsten
dieses Stammes; durch des Cingertorix Ansehen bewogen
und das Ausrücken unseres Heeres in Schrecken versetzt,
zu Cäsar kamen und in persönlichen Angelegenheiten ihn
zu bitten begannen, das sie ja für den Staat nichts tun
könnten, schickte Indutiomarus aus Sorge, von allen im
Stich gelassen zu werden, , Gesandte zu ihm: Er habe nur
deswegen seine Stammesgenossen nicht verlassen und zu
ihm kommen wollen, um sie desto leichter die Unterwürfigkeit
zu halten, damit etwa nach Weggang des ganzen Adels das
Volk aus Torheit einen schweren Fehler begehe; so sei
der Stamm in seiner Gewalt, und er werde mit Cäsars Erlaubnis
zu ihm ins Lager kommen und sein und des Stammes Schicksal
der Gnade Cäsars anvertrauen.
Buch V, 4:
Obwohl dieser durchschaute,
aus welchem Grunde Indutiomarus dies vorbrachte und was
ihm von seinem gefassten Plan abhielt, ließ er ihn gleichwohl
mit 200 Geiseln kommen, um sich nicht nach allen Vorbereitungen
für den britannischen Krieg gezwungen zu sehen, den Sommer
im Gebiet der Treverer zuzubringen. Als die Geiseln gebracht
waren, unter ihnen sein Sohn und all seine Verwandten,
die Cäsar namentlich verlangt hatte, beruhigte er4 ihn
und redete ihm zu, in Gehorsam zu verharren. Indessen
berief er die Fürsten der Treverer zu sich und gewann
sie einzeln für Cingertorix, weil er wollte, das der Mann
bei seinen Stammesgenossen den größten Einfluss ausübe,
dessen so tiefe Ergebenheit gegen er sich er kennen gelernt
hatte. Darüber, das sein Einfluss bei den Landsleuten
gemindert wurde, ärgerte sich Indutiomarus sehr, und der
Mann der schon vorher feindlich gegen Cäsar gesinnt war,
war darüber um so mehr verbittert.
Buch V, 24:
Die vierte ließ er unter Befehl
des Titus Labienus im Gebiet der Remer an der Grenze der
Trverer überwintern.
Buch V, 26:
Als diese an die Grenze ihres Landes
Sabinus und Cotta ihre Aufwartung gemacht und das Getreide
ins Lager transportiert hatten, wiegelten sie, durch Boten
des Treverers Indutiomarus angestiftet, ihre Stammesgenossen
auf, überfielen plötzlich die Holzholer und rückten mit
großer Streitmacht zum Sturm auf das Lager an.
Buch V, 47:
Labienus hatte inzwischen vom
Tode des Sabinus und der Niedermetzelung der Kohorten
erfahren. Da aber alle Truppen der Treverer gegen ihn
rückten, fürchtete er, wenn er fluchtartig aus dem Winterlager
aufbreche, dem Angriff der Feinde nicht gewachsen zu sein,
zumal er wusste, das sie durch den neuerlichen Sieg außer
Rand und Band geraten waren. Er meldete Cäsar zurück,
wie groß die Gefahr sei, die Legion aus dem Winterquartier
zu führen, berichtete den Überfall bei den Eburonen und
setzte ihn davon in Kenntnis, das die Treverer mit allen
Fuß - und Reitertruppen drei Meilen von seinem Lager entfernt.
Buch V, 55 - 58:
Die Treverer aber und Indutiomarus
ließen in diesem Winter keinen Tag vergehen, ohne über
den Rhein Gesandte zu schicken, dort die Stämme aufzuwiegeln,
ihnen Geld zu versprechen und zu behaupten, das nach der
Vernichtung eines großen Teil des römischen Heeres nur
noch ein bedeutend kleinerer übrig sei. Es konnte aber
kein Stamm der Germanen dazu gebracht werden, den Rhein
zu überschreiten. Sie hatten es, wie sie sagten, zweimal
versucht, im Ariovistkrieg und beim Übergang der Tencterer,
sie wollten nicht noch einmal das Glück auf die Probe
stellen. In dieser Hoffnung getäuscht, begann Indutiomarus
nicht desto weniger Truppen aufzubieten, sie einzuüben,
von den Nachbarn Pferde zu beschaffen und Verbannte und
Verurteilte in ganz Gallien unter großen Belohnungen an
sich zu ziehen. Und er hatte sich hierdurch in Gallien
bereits ein hohes Ansehen verschafft, das von allen Seiten
bei ihm Gesandtschaften zusammenströmten und in des Staates
und eignen Namen um sein Wohlbefinden und seine Freundschaft
baten
Sowie er sah, das man aus freien Stücken.zu
ihm kam, das die Senonen und Carnuten gegen uns ein schlechtes
Gewissen hatten, die Nervier und Atuatuker zum Kriege
gegen uns rüstete, das ihm keine Freiwilligentruppe fehlen
würden, wenn er aus seinem Lande auszurücken beginne,
berief er einen bewaffneten Landtag. Das bedeutete nach
gallischer Sitte den Kriegsbeginn. Zu diesem Landtag pflegen
sich nach gemeinsamen Gesetz alle wehrfähigen Männer in
Waffen einzufinden; wer als letzter erscheint, wird angesichts
der Menge aufs qualvollste hingerichtet. Auf diesem Thing
erklärte Indutiomarus das Haupt einer anderen Partei,
seinem Schwiegersohn Cingertorix, der, wie oben erwähnt
wurde, sich Cäsar freiwillig unterworfen und ihn nicht
verlassen hatte, zum Staatsfeind und zog sein Vermögen
ein. Hierauf verkündete er öffentlich, das er von den
Senonen, Carnuten und mehreren andren gallischen Stämmen
zu Hilfe gerufen sei. Dorthin wurde er durch das Gebiet
der Remer ziehen, ihr Land verwüsten und vorher noch das
Lager des Labienus bestürmen.. Er traf hierfür seine Anordnungen.
Da Labienus sich in seinem durch natürliche
Beschaffenheit und durch Schanzen stark befestigen Lager
hielt, fürchtete er nicht die geringste Gefahr für sich
und seine Legionen. Er war nur darauf bedacht, sich keine
Gelegenheit zum Handstreich entgehen zu lassen. Als er
von Cingetorix und seinen Verwandten von der im Landtag
gehaltenen Rede des Indutiomarus erfuhr, schickte er Boten
zu den Nachbarstaaten, berief überall Reiter ein und bestimmte
einen Termin für ihr Eintreffen. Inzwischen streifte Indutiomarus
fast täglich mit der ganzen Reiterei vor dem Lager umher,
bald um die Lage des Lagers zu erkunden, bald um Reden
zu führen oder einzuschüchtern. Meist schleuderten alle
seine Reiter ihre Speere ins Lager. Labienus hielt seine
Leute innerhalb der Verschanzung und suchte die Feinde
auf alle mögliche Weise in dem Glauben zu bestärken, er
habe Furcht.
Als Indutiomarus mit von Tag zu Tag steigender
Geringschätzung aus Lager heranrückte, ließ Labienus in
ein der selben Nacht die Reiter aller Nachbarstaaten,
die er hatte herbei holen lassen, ins Lager hinein und
hielt mit Hilfe von Wachtposten alle seine Leute mit Vorsicht
darin, dass nichts verraten werden und den Treverern hinterbracht
werden konnte. Inzwischen rückte Indutiomarus seiner täglichen
Gewohnheit entsprechend ans Lager heran und brachte dort
einen großen teil des Tages zu. Seine Reiter schleuderten
ihre Geschosse und forderten mit vielen Schimpfworten
unsere Soldaten zu7m Kampfe. Ohne das sie antworteten
zogen die Feinde, sowie es ihnen passte, gegen Abend aufgelöst
und vereinzelt ab. Plötzlich schickte Labienus aus zwei
Toren alle Reiter vor. Er gab den strengen Befehl , wenn
die Feinde verscheucht und in die Flucht geschlagen seien
- das dies kommen würde, wie dann wirklich kam, sah er
voraus -, ganz allein den Indutiomarus zu ergreifen. Niemand
sollte irgend einem anderen eher verwunden, als er jenen
tot gesehen habe. Er wollte nicht, das dieser durch aufhaltende
Verfolgung der übrigen einen Vorsprung gewinne und entkomme.
Für die, ihn töteten, setzte er eine hohe Belohnungen
aus. Die Kohorten schickte er den Reitern zur Unterstützung.
Das Glück begünstigte seinen Plan. Da nämlich alle den
einen Indutiomarus suchten, wurde er gerade noch in der
Furt des Flusses eingeholt und nieder gemacht. Sein Kopf
wurde ins Lager gebracht. Auf dem Rückweg töteten die
Reiter, wen sie erreichen konnten. Auf die Nachricht hiervon
zogen die herbei geeilten Truppen der Eburonen und Nervier
ab. Schon kurz danach herrschte mehr Ruhe in Gallien.

Ölgemälde, darstellend die Kapitulation
des Vercingetorix vor G.J. Caesar bei Alesia, 52 v. Chr.
Diese Niederlage besiegelte den endgültigen Untergang
der keltischen Eigenständigkeit.
Buch VI, 2 - 3:
Nach dem Tode des Indutiommarus
wurde die Herrschaft von den Treverern auf seine Verwandten
übertragen. Diese hörten nicht auf, die benachbarten Germanen
aufzuwiegeln und ihnen Geld zu versprechen. Da sie bei
den Nachbarn nichts erreichen konnten, versuchten sie
bei den entfernter Wohnenden. Als sie einige Stämme für
sich gewannen, versicherten sie sich gegenseitig eidlich
und leisteten durch Geiseln für das Geld Bürgschaft. Sie
gewannen Ambiorix durch ein enges Bündnis für sich. Als
Cäsar das erfuhr und sah, das überall zum Kriege gerüstet
wurde, das die Nervier, Atuatuker, Menapier, verbündet
mit allen linksrheinischen Germanen, unter Waffen ständen,
die Senonen auf seinem Befehl nicht erschienen und mit
den Carnuten und den Nachbarstämme gemeinsame Sache machten
und dass von den Treverern die Germanen durch immer wiederkehrende
Gesandtschaften aufgewiegelt wurden, glaubte er, früher
an den Krieg denken zu müssen.
Daher zog er noch vor Ausgang des Winters
die nächsten vier Legionen zusammen, marschierte plötzlich
ins Gebiet der Nervier, erbeutete, bevor sie sich sammeln
oder fliehen konnten, Vieh und Menschen in großer Menge,
überließ die Beute der Truppe, verwüstete das Land und
zwang die Feinde sich zu unterwerfen und Geiseln zu stellen.
Er führte dieses Unternehmen schnell durch und brachte
die Legionen wieder ins Winterquartier. Dann berief er,
wie er es zu tun pflegte, zu Frühlingsbeginn einen Landtag
Galliens. Als mit Ausnahme der Senonen, Carnuten und Treverer
die übrigen erschienen waren, erblickte er in ihrem Fehlen
die Eröffnung ihrer Feindseligkeit und des Abfalls und
verlegte, damit man sah, das er alles andere hintansetzte,
den Landtag nach Paris, der Hauptstadt der Parisier.
Buch VI, 5:
Mit diesen stand, wie er wusste,
Ambiorix in engem Bunde. Er wusste auch, das dieser durch
Vermittlung der Treverer ebenso mit den Germanen freundschaftliche
Beziehungen angeknüpft hatte.
Buch VI, 6 - 8:
Dann rückte er gegen die Treverer
vor. Während dieser seiner Maßnahme hoben diese große
Truppenmassen, Reiter und Fußsoldaten aus und trafen Vorbereitungen,
Labienus und die eine in ihrem Lande überwinterte Legion
anzugreifen. Schon waren sie von ihm nur noch einen Zweitagemarsch
entfernt, als sie erfuhren, das zwei Legionen von Cäsar
geschickt, eingetroffen seien. Sie schlugen also ein Lager
in einer Entfernung von 15 Meilen auf und beschlossen,
die Hilfstruppen der Germanen abzuwarten. Labienus erfuhr
vom Plan der Feinde hoffte, das sich infolge ihrer Unbesonnenheit
eine günstige Gelegenheit zum Kampfe bieten werde, ließ
5 Kohorten zum Schatz des Tross ) zurück, rückte mit 25
Kohorten und starke Reiterei gegen den Feind und schlug
in einer Entfernung von nur einer Meile ein befestigtes
Lager auf. Zwischen Labienus und dem Feinde floss ein
schwer überschreitender Fluss ) mit steilen Ufern. Er
hatte nicht die Absicht, diesen zu überschreiten, noch
glaubte er, das seine Feinde es tun würden. Bei diesen
wuchs von Tag zu Tag die Hoffnung auf die Hilfstruppen.
Im Kriegsrat sprach Labienus offen davon, er werde, da
ja, wie es hieß, die Germanen anrückten, sich und das
Herr nicht in eine missliche Lage bringen und am folgenden
Tag in aller Frühe aufbrechen Schnell wurde das dem Feinde
hinterbracht. Die angeborene Liebe zum Vaterlande nämlich
zwang einige von den vielen gallischen Reitern dazu, gut
gallisch gesinnt zu sein. Labienus berief in der Nacht
die Militärtribunen und rang ältesten Centurionen, setzte
ihnen seinen Kriegsplan auseinander und befahl, um desto
leichter beim Feinde den Verdacht der Furcht zu erwecken,
mit größerem Lärm und Getöse aufzubrechen, als man es
sonst von unserer Truppe gewöhnt war. Hierdurch machte
er den Aufbruch einer Flucht ähnlich; und dieses wurde
noch vor Tagesanbruch durch Späher - das Lager war ja
so nahe - dem Feinde zugetragen.
Kaum hatte die Nachhut Wall und Graben
hinter sich gelassen, als die Gallier, sich gegenseitig
anfeuernd, die erhoffte Beute nicht aus den Händen zu
lassen - zu langweilig sei es, bei dieser Furcht der Römer
noch auf die Hilfe der Germanen zu warten, noch lasse
es ihr Stolz zu, mit so großer Übermacht den Angriff auf
ein so kleines, dazu noch fliehendes und behindertes Häuflein
nicht zu wagen -, unbedenklich den Fluss überschritten
und auf ungünstigem Gelände den Kampf begannen. Labienus,
der das voraus sah, setzte, um alle über den Fluss zu
locken, den gleichen Scheinrückzug vortäuschend, in aller
Gemächlichkeit seinen Weg fort. Als er dann den Tross
ein Stück vorausschickte und auf einem Hügel sich sammeln
ließ, rief er "Kameraden, jetzt habt ihr die Gelegenheit,
die ihr euch gewünscht habt: Ihr haltet den Feind auf
sehr ungünstigen Gelände fest. Zeigt jetzt die selbe Tapferkeit
unter unserer Führung, wie ihr sie häufig genug dem Oberfeldherrn
bewiesen habt, und nehmet an, er sei anwesend und Augenzeuge".
Zugleich ließ er gegen den Feind Front machen und die
Schlachtreihen formieren, schickte einige Reitergeschwader
zum Schutze des Trains und postierte die übrigen Reiter
an den Flügeln. Schnell schossen unsere Soldaten unter
Geschrei ihre Speere auf den Feind. Als dieser wider Erwarten
die, welche er fliehend glaubte, in Angriffskolonnen gegen
sich vorrücken sah, konnte er dem Angriff bald nicht mehr
standhalten und suchte, beim ersten Zusammenprall in die
Flucht geschlagen, die Wälder zu erreichen. Labienus holte
sie mit den Reitern ein, hieb eine große Zahl nieder,
machte mehrere Gefangene und nahm wenige Tage später die
Unterwerfung des Volksstammes an. Die Germanen nämlich,
die ihnen zu Hilfe kommen wollten, zogen sich, als sie
von der Flucht der Treverer hörten, in ihr Land zurück.
Mit ihnen verließen die Verwandten des Indutimarus die
Anstifter des Abfalls, auf dem gleichen Wege ihren Stamm.
Cingetorix, der von Anfang an, wie oben erwähnt wurde,
in Gehorsam verharrt hatte, wurde die höchste Gewalt übertragen.
Buch VI, 9:
Er ließ im Gebiet der Treverer
bei der Brücke einen starken Wachtposten zurück, damit
nicht etwa plötzlich bei ihnen ein Aufstand ausbreche,
und die führte die übrigen Truppen und Reiter hinüber.
Die Ubier, welche vorher Geiseln gestellt und sich unterworfen
hatten, schickten, um sich zu rechtfertigen, Gesandte
zu ihm, die beweisen sollten, ihr Stamm habe keine Hilfstruppen
zu den Treverern geschickt und die Treue nicht gebrochen.
Buch VI, 29:
Er brach, als das Getreide zu reifen
begann, zum Kampf gegen Ambiorix auf und schickte durch
den Ardennerwald (das größte Waldgebiet ganz Galliens,
das sich in einer Ausdehnung von mehr als 500 Meilen in
der Länge von den Ufern des Rheines und auf dem Lande
der Treverer in das der Nervier erstreckt) Lucius Minucius
Basilus ) mit gesamten Reiterei voraus.
Buch VI, 32:
Die Segner und Condruser , germanische
Stämme, die zwischen dem Gebiet der Eburonen und der Treverer
ansässig sind, schickten Gesandten zu Cäsar mit der Bitte,
sie nicht als Feinde anzusehen.
Buch VII, 63:
In diesem Landtag nahmen die Remer,
Lingonen und Treverer nicht teil, jene weil sie uns treu
blieben, die Trverer, eil sie zu weit entfernt waren,
und von den Germanen schwer heimgesucht wurden.
Buch VIII, 45:
Labienus lieferte inzwischen im
Trevererland eine glückliche Reiterschlacht; in ihr fielen
mehrere Treverer und Germanen, die niemanden ihren Beistand
gegen die Römer ausschlugen. Ihre Fürsten brachte er lebend
in seine Gewalt, unter ihnen der Häduer Surus, einen sehr
tapferen und vornehmen Mann, der als einziger die Häduer
bis dahin gegen uns gekämpft hatte.
Buch VIII, 52:
Nach einer Rundreise durch ganz
Oberitalien kehrte Cäsar schnellstens zu seinen Truppen
nach Nemetocenna zurück, beorderte die Legionen aus sämtlichen
Winterquartieren ins Land der Treverer, begab sich dorthin
und hielt eine Heerschau aller Truppen ab.
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