Gaius Julius Caesar - de bello gallico

Mit der sogenannten Laufelder Kultur, einer Regionalgruppe der Urnenfelderkulturen endet die Bronzezeit auch im Bereich des südlichen Hunsrücks. Die sich bereits zu jener Zeit (Hallstattzeit) herausprägenden Übereinstimmungen typologisch-stilistischer Art, ebenso wie Gemeinsamkeiten aus den Bereichen der Kunst, Religion und des Totenrituals lassen in den folgenden Jahrhunderten das keltische Siedlungsgebiet entstehen, dessen Ausbreitung im 2. Jahrhundert vor Christus eine Ausdehnung vom Atlantik über Mitteleuropa bis in das Karpatenbecken hat.


Die Entwicklung um Otzenhausen in ihren Details darzustellen würde den Rahmen sprengen, sei deshalb nur skizzenhaft dargestellt:
Um 600 v. Chr. entsteht in dem Gebiet der Eifel und des Hunsrücks eine eigenständige Kultur, die sog. Hunsrück-Eifel Kultur, die sich räumlich in eine West- und eine Ostgruppe unterteilt, wobei Otzenhausen der westlichen Gruppe zuzurechnen ist. Archäologisch belegt ist sie durch eigene Trachtelemente und -sitten, spezielle Gefäßmerkmale in Form und Verzierung, sowie eigenständige Beigaben- und Bestattungssitten. Auch der berühmte Latène-Kunststil, der im südöstlichen Verbreitungsgebiet seinen Ursprung hat ( Waldalgesheim), lässt sich der H-E-K zuordnen. Die vorgenannten Eigenarten lassen sich wahrscheinlich auf einen germanischen Ursprung der keltischen H-E-K Bevölkerung zurückführen. Jedenfalls rühmten sich die aus der H-E-K hervorgegangenen Treverer ihres germanischen Ursprungs. Um 250 v. Chr. endet die H-E-K. Der Siedlungsraum um Otzenhausen wird aber weiterhin vom keltischen Stamm der Treverer bis zum Eintreffen der römischen Okkupanten geprägt.


Über die Treverer liegen uns zahlreiche Berichte aus den Kriegsbüchern des Gaius Julius Caesar vor. Diese sind nachfolgend dem Interessierten komprimiert zugängig gemacht.



Buch I, 37:

Diese Aufträge wurden Cäsar zur gleichen Zeit überbracht, als Gesandte von den Häduern und Treverern erschienen, die der Häduer; um sich zu beklagen, dass die Haruden, die erst kürzlich nach Gallien übergesetzt seien, ihr Land verwüstete. Nicht einmal durch Stellung von Geiseln hätten Sie friedliches Verhalten Verhalten von Ariovist erwirken können. Die Treverer aber klagten; dass 100 Gaue der Sueben auf beiden am Ufer des Rheins sich niedergelassen hätten und nun den Rhein zu überschreiten versuchten; die Brüder Nasua und Cimberius seien die Führer.

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Buch II, 23:

Durch all diese Misserfolge bestürzt, verloren die Reiter der Treverer den Kopf. Sie standen unter den Galliern im Ruf ganz besonderer Tapferkeit und waren, von ihrem Stamm zu Hilfe geschickt, zu Cäsar gekommen. Als sie nun sahen, dass unser Lager von Feinden wimmelte, dass die Legionäre, hart bedrängt und, fast eingeschlossen, festgehalten wurden, dass die Trossknechte, Reiter, Schleuderer und Numider in alle Himmelsrichtungen flohen, verzweifelten sie an unserer Sache und ritten schleunigst in die Heimat. Dort meldeten sie ihren Stammesgenossen, die Römer seien völlig geschlagen, und die Feinde hätten sich ihres Lagers bemächtigt.

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Buch III, 1:

Daher schickte er seinen Titus Labienus mit der Reiterei im Gebiet der Treverer, die am Rhein ansässig sind und befahl ihm und die übrigen Belger aufzusuchen und ihrer Untertanenpflicht zu erhalten und die Germanen, die, wie es hieß, von den Galliern zu Hilfe herbeigeholt wurden, aufzuhalten, falls sie gewaltsam zu Schiff den Fluss überschreiten versuchen sollten.

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Buch IV, 6:

In der Hoffnung darauf dehnten sich die Germanen ihre Züge bereits weiter aus, und waren in das Gebiet der Eburonen und Condruser, der Schutzbefohlenen der Treverer, eingedrungen.

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Buch V, 2:

Mit vier schlagkräftigen Legionen und 800 Reitern marschierte er in das Gebiet der weil diese weder zur Versammlung kamen; noch den befehle sich fügten und wie es hieß, die rechtsrheinischen Germanen aufwiegelten.

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Buch V, 3:

Dieser Stamm verfügte über die bei weitem bedeutendste Reiterei in ganz Gallien und über viele Truppen. Es grenzt, wie gesagt, an den Rhein. In ihm stritten sich zwei Männer um den Vorrang, Indutiomarus und Cingetorix. Sowie Cäsars und seiner Legionen Anmarsch bekannt wurde, erschien der eine von beiden, Cingetorix, bei ihm und versicherte, er und seine Stammesgenossen würden in Gehorsam verharren und niemals die Freundschaft mit dem römischen Volk aufgeben. Erlegte ihm dar, was bei den Treverern vorging. Aber Indutiomarus traf Anstalten, Reiterei und Fußvolk einzubeziehen, die des Alters wegen nicht mehr Waffenfähigen im Ardennerwalde in Sicherheit zu bringen, der in ungeheurer Ausdehnung mitten durch das Gebiet der Treverer vom Rhein bis zur Grenze des Remerlandes sich erstreckt, und zum Kriege zu rüsten. Als einige Fürsten dieses Stammes; durch des Cingertorix Ansehen bewogen und das Ausrücken unseres Heeres in Schrecken versetzt, zu Cäsar kamen und in persönlichen Angelegenheiten ihn zu bitten begannen, das sie ja für den Staat nichts tun könnten, schickte Indutiomarus aus Sorge, von allen im Stich gelassen zu werden, Gesandte zu ihm: Er habe nur deswegen seine Stammesgenossen nicht verlassen und zu ihm kommen wollen, um sie desto leichter die Unterwürfigkeit zu halten, damit etwa nach Weggang des ganzen Adels das Volk aus Torheit einen schweren Fehler begehe; so sei der Stamm in seiner Gewalt, und er werde mit Cäsars Erlaubnis zu ihm ins Lager kommen und sein und des Stammes Schicksal der Gnade Cäsars anvertrauen.

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Buch V, 4:

Obwohl dieser durchschaute, aus welchem Grunde Indutiomarus dies vorbrachte und was ihm von seinem gefassten Plan abhielt, ließ er ihn gleichwohl mit 200 Geiseln kommen, um sich nicht nach allen Vorbereitungen für den britannischen Krieg gezwungen zu sehen, den Sommer im Gebiet der Treverer zuzubringen. Als die Geiseln gebracht waren, unter ihnen sein Sohn und all seine Verwandten, die Cäsar namentlich verlangt hatte, beruhigte er ihn und redete ihm zu, in Gehorsam zu verharren. Indessen berief er die Fürsten der Treverer zu sich und gewann sie einzeln für Cingertorix, weil er wollte, das der Mann bei seinen Stammesgenossen den größten Einfluss ausübe, dessen so tiefe Ergebenheit gegen er sich er kennen gelernt hatte. Darüber, das sein Einfluss bei den Landsleuten gemindert wurde, ärgerte sich Indutiomarus sehr, und der Mann der schon vorher feindlich gegen Cäsar gesinnt war, war darüber um so mehr verbittert.

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Buch V, 24:

Die vierte ließ er unter Befehl des Titus Labienus im Gebiet der Remer an der Grenze der Trverer überwintern.

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Buch V, 26:

Als diese an die Grenze ihres Landes Sabinus und Cotta ihre Aufwartung gemacht und das Getreide ins Lager transportiert hatten, wiegelten sie, durch Boten des Treverers Indutiomarus angestiftet, ihre Stammesgenossen auf, überfielen plötzlich die Holzholer und rückten mit großer Streitmacht zum Sturm auf das Lager an.

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Buch V, 47:

Labienus hatte inzwischen vom Tode des Sabinus und der Niedermetzelung der Kohorten erfahren. Da aber alle Truppen der Treverer gegen ihn rückten, fürchtete er, wenn er fluchtartig aus dem Winterlager aufbreche, dem Angriff der Feinde nicht gewachsen zu sein, zumal er wusste, das sie durch den neuerlichen Sieg außer Rand und Band geraten waren. Er meldete Cäsar zurück, wie groß die Gefahr sei, die Legion aus dem Winterquartier zu führen, berichtete den Überfall bei den Eburonen und setzte ihn davon in Kenntnis, das die Treverer mit allen Fuß - und Reitertruppen drei Meilen von seinem Lager entfernt.

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Buch V, 55 - 58:

Die Treverer aber und Indutiomarus ließen in diesem Winter keinen Tag vergehen, ohne über den Rhein Gesandte zu schicken, dort die Stämme aufzuwiegeln, ihnen Geld zu versprechen und zu behaupten, das nach der Vernichtung eines großen Teil des römischen Heeres nur noch ein bedeutend kleinerer übrig sei. Es konnte aber kein Stamm der Germanen dazu gebracht werden, den Rhein zu überschreiten. Sie hatten es, wie sie sagten, zweimal versucht, im Ariovistkrieg und beim Übergang der Tencterer, sie wollten nicht noch einmal das Glück auf die Probe stellen. In dieser Hoffnung getäuscht, begann Indutiomarus nicht desto weniger Truppen aufzubieten, sie einzuüben, von den Nachbarn Pferde zu beschaffen und Verbannte und Verurteilte in ganz Gallien unter großen Belohnungen an sich zu ziehen. Und er hatte sich hierdurch in Gallien bereits ein hohes Ansehen verschafft, das von allen Seiten bei ihm Gesandtschaften zusammenströmten und in des Staates und eignen Namen um sein Wohlbefinden und seine Freundschaft baten

Sowie er sah, das man aus freien Stücken zu ihm kam, das die Senonen und Carnuten gegen uns ein schlechtes Gewissen hatten, die Nervier und Atuatuker zum Kriege gegen uns rüstete, das ihm keine Freiwilligentruppe fehlen würden, wenn er aus seinem Lande auszurücken beginne, berief er einen bewaffneten Landtag. Das bedeutete nach gallischer Sitte den Kriegsbeginn. Zu diesem Landtag pflegen sich nach gemeinsamen Gesetz alle wehrfähigen Männer in Waffen einzufinden; wer als letzter erscheint, wird angesichts der Menge aufs qualvollste hingerichtet. Auf diesem Thing erklärte Indutiomarus das Haupt einer anderen Partei, seinem Schwiegersohn Cingertorix, der, wie oben erwähnt wurde, sich Cäsar freiwillig unterworfen und ihn nicht verlassen hatte, zum Staatsfeind und zog sein Vermögen ein. Hierauf verkündete er öffentlich, das er von den Senonen, Carnuten und mehreren andren gallischen Stämmen zu Hilfe gerufen sei. Dorthin wurde er durch das Gebiet der Remer ziehen, ihr Land verwüsten und vorher noch das Lager des Labienus bestürmen. Er traf hierfür seine Anordnungen.

Da Labienus sich in seinem durch natürliche Beschaffenheit und durch Schanzen stark befestigen Lager hielt, fürchtete er nicht die geringste Gefahr für sich und seine Legionen. Er war nur darauf bedacht, sich keine Gelegenheit zum Handstreich entgehen zu lassen. Als er von Cingetorix und seinen Verwandten von der im Landtag gehaltenen Rede des Indutiomarus erfuhr, schickte er Boten zu den Nachbarstaaten, berief überall Reiter ein und bestimmte einen Termin für ihr Eintreffen. Inzwischen streifte Indutiomarus fast täglich mit der ganzen Reiterei vor dem Lager umher, bald um die Lage des Lagers zu erkunden, bald um Reden zu führen oder einzuschüchtern. Meist schleuderten alle seine Reiter ihre Speere ins Lager. Labienus hielt seine Leute innerhalb der Verschanzung und suchte die Feinde auf alle mögliche Weise in dem Glauben zu bestärken, er habe Furcht.

Als Indutiomarus mit von Tag zu Tag steigender Geringschätzung aus Lager heranrückte, ließ Labienus in ein der selben Nacht die Reiter aller Nachbarstaaten, die er hatte herbei holen lassen, ins Lager hinein und hielt mit Hilfe von Wachtposten alle seine Leute mit Vorsicht darin, dass nichts verraten werden und den Treverern hinterbracht werden konnte. Inzwischen rückte Indutiomarus seiner täglichen Gewohnheit entsprechend ans Lager heran und brachte dort einen großen teil des Tages zu. Seine Reiter schleuderten ihre Geschosse und forderten mit vielen Schimpfworten unsere Soldaten zum Kampfe. Ohne das sie antworteten zogen die Feinde, sowie es ihnen passte, gegen Abend aufgelöst und vereinzelt ab. Plötzlich schickte Labienus aus zwei Toren alle Reiter vor. Er gab den strengen Befehl , wenn die Feinde verscheucht und in die Flucht geschlagen seien - das dies kommen würde, wie dann wirklich kam, sah er voraus -, ganz allein den Indutiomarus zu ergreifen. Niemand sollte irgend einem anderen eher verwunden, als er jenen tot gesehen habe. Er wollte nicht, das dieser durch aufhaltende Verfolgung der übrigen einen Vorsprung gewinne und entkomme. Für die, ihn töteten, setzte er eine hohe Belohnungen aus. Die Kohorten schickte er den Reitern zur Unterstützung. Das Glück begünstigte seinen Plan. Da nämlich alle den einen Indutiomarus suchten, wurde er gerade noch in der Furt des Flusses eingeholt und nieder gemacht. Sein Kopf wurde ins Lager gebracht. Auf dem Rückweg töteten die Reiter, wen sie erreichen konnten. Auf die Nachricht hiervon zogen die herbei geeilten Truppen der Eburonen und Nervier ab. Schon kurz danach herrschte mehr Ruhe in Gallien.

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Buch VI, 2 - 3:

Nach dem Tode des Indutiommarus wurde die Herrschaft von den Treverern auf seine Verwandten übertragen. Diese hörten nicht auf, die benachbarten Germanen aufzuwiegeln und ihnen Geld zu versprechen. Da sie bei den Nachbarn nichts erreichen konnten, versuchten sie bei den entfernter Wohnenden. Als sie einige Stämme für sich gewannen, versicherten sie sich gegenseitig eidlich und leisteten durch Geiseln für das Geld Bürgschaft. Sie gewannen Ambiorix durch ein enges Bündnis für sich. Als Cäsar das erfuhr und sah, das überall zum Kriege gerüstet wurde, das die Nervier, Atuatuker, Menapier, verbündet mit allen linksrheinischen Germanen, unter Waffen ständen, die Senonen auf seinem Befehl nicht erschienen und mit den Carnuten und den Nachbarstämme gemeinsame Sache machten und dass von den Treverern die Germanen durch immer wiederkehrende Gesandtschaften aufgewiegelt wurden, glaubte er, früher an den Krieg denken zu müssen.

Daher zog er noch vor Ausgang des Winters die nächsten vier Legionen zusammen, marschierte plötzlich ins Gebiet der Nervier, erbeutete, bevor sie sich sammeln oder fliehen konnten, Vieh und Menschen in großer Menge, überließ die Beute der Truppe, verwüstete das Land und zwang die Feinde sich zu unterwerfen und Geiseln zu stellen. Er führte dieses Unternehmen schnell durch und brachte die Legionen wieder ins Winterquartier. Dann berief er, wie er es zu tun pflegte, zu Frühlingsbeginn einen Landtag Galliens. Als mit Ausnahme der Senonen, Carnuten und Treverer die übrigen erschienen waren, erblickte er in ihrem Fehlen die Eröffnung ihrer Feindseligkeit und des Abfalls und verlegte, damit man sah, das er alles andere hintansetzte, den Landtag nach Paris, der Hauptstadt der Parisier.

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Buch VI, 5:

Mit diesen stand, wie er wusste, Ambiorix in engem Bunde. Er wusste auch, das dieser durch Vermittlung der Treverer ebenso mit den Germanen freundschaftliche Beziehungen angeknüpft hatte.

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Buch VI, 6 - 8:

Dann rückte er gegen die Treverer vor. Während dieser seiner Maßnahme hoben diese große Truppenmassen, Reiter und Fußsoldaten aus und trafen Vorbereitungen, Labienus und die eine in ihrem Lande überwinterte Legion anzugreifen. Schon waren sie von ihm nur noch einen Zweitagemarsch entfernt, als sie erfuhren, das zwei Legionen von Cäsar geschickt, eingetroffen seien. Sie schlugen also ein Lager in einer Entfernung von 15 Meilen auf und beschlossen, die Hilfstruppen der Germanen abzuwarten. Labienus erfuhr vom Plan der Feinde hoffte, das sich infolge ihrer Unbesonnenheit eine günstige Gelegenheit zum Kampfe bieten werde, ließ 5 Kohorten zum Schatz des Tross zurück, rückte mit 25 Kohorten und starke Reiterei gegen den Feind und schlug in einer Entfernung von nur einer Meile ein befestigtes Lager auf. Zwischen Labienus und dem Feinde floss ein schwer überschreitender Fluss mit steilen Ufern. Er hatte nicht die Absicht, diesen zu überschreiten, noch glaubte er, das seine Feinde es tun würden. Bei diesen wuchs von Tag zu Tag die Hoffnung auf die Hilfstruppen. Im Kriegsrat sprach Labienus offen davon, er werde, da ja, wie es hieß, die Germanen anrückten, sich und das Herr nicht in eine missliche Lage bringen und am folgenden Tag in aller Frühe aufbrechen Schnell wurde das dem Feinde hinterbracht. Die angeborene Liebe zum Vaterlande nämlich zwang einige von den vielen gallischen Reitern dazu, gut gallisch gesinnt zu sein. Labienus berief in der Nacht die Militärtribunen und rang ältesten Centurionen, setzte ihnen seinen Kriegsplan auseinander und befahl, um desto leichter beim Feinde den Verdacht der Furcht zu erwecken, mit größerem Lärm und Getöse aufzubrechen, als man es sonst von unserer Truppe gewöhnt war. Hierdurch machte er den Aufbruch einer Flucht ähnlich; und dieses wurde noch vor Tagesanbruch durch Späher - das Lager war ja so nahe - dem Feinde zugetragen.

Kaum hatte die Nachhut Wall und Graben hinter sich gelassen, als die Gallier, sich gegenseitig anfeuernd, die erhoffte Beute nicht aus den Händen zu lassen - zu langweilig sei es, bei dieser Furcht der Römer noch auf die Hilfe der Germanen zu warten, noch lasse es ihr Stolz zu, mit so großer Übermacht den Angriff auf ein so kleines, dazu noch fliehendes und behindertes Häuflein nicht zu wagen -, unbedenklich den Fluss überschritten und auf ungünstigem Gelände den Kampf begannen. Labienus, der das voraus sah, setzte, um alle über den Fluss zu locken, den gleichen Scheinrückzug vortäuschend, in aller Gemächlichkeit seinen Weg fort. Als er dann den Tross ein Stück vorausschickte und auf einem Hügel sich sammeln ließ, rief er "Kameraden, jetzt habt ihr die Gelegenheit, die ihr euch gewünscht habt: Ihr haltet den Feind auf sehr ungünstigen Gelände fest. Zeigt jetzt die selbe Tapferkeit unter unserer Führung, wie ihr sie häufig genug dem Oberfeldherrn bewiesen habt, und nehmet an, er sei anwesend und Augenzeuge". Zugleich ließ er gegen den Feind Front machen und die Schlachtreihen formieren, schickte einige Reitergeschwader zum Schutze des Trains und postierte die übrigen Reiter an den Flügeln. Schnell schossen unsere Soldaten unter Geschrei ihre Speere auf den Feind. Als dieser wider Erwarten die, welche er fliehend glaubte, in Angriffskolonnen gegen sich vorrücken sah, konnte er dem Angriff bald nicht mehr standhalten und suchte, beim ersten Zusammenprall in die Flucht geschlagen, die Wälder zu erreichen. Labienus holte sie mit den Reitern ein, hieb eine große Zahl nieder, machte mehrere Gefangene und nahm wenige Tage später die Unterwerfung des Volksstammes an. Die Germanen nämlich, die ihnen zu Hilfe kommen wollten, zogen sich, als sie von der Flucht der Treverer hörten, in ihr Land zurück. Mit ihnen verließen die Verwandten des Indutimarus die Anstifter des Abfalls, auf dem gleichen Wege ihren Stamm. Cingetorix, der von Anfang an, wie oben erwähnt wurde, in Gehorsam verharrt hatte, wurde die höchste Gewalt übertragen.

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Buch VI, 9:

Er ließ im Gebiet der Treverer bei der Brücke einen starken Wachtposten zurück, damit nicht etwa plötzlich bei ihnen ein Aufstand ausbreche, und die führte die übrigen Truppen und Reiter hinüber. Die Ubier, welche vorher Geiseln gestellt und sich unterworfen hatten, schickten, um sich zu rechtfertigen, Gesandte zu ihm, die beweisen sollten, ihr Stamm habe keine Hilfstruppen zu den Treverern geschickt und die Treue nicht gebrochen.

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Buch VI, 29:

Er brach, als das Getreide zu reifen begann, zum Kampf gegen Ambiorix auf und schickte durch den Ardennerwald (das größte Waldgebiet ganz Galliens, das sich in einer Ausdehnung von mehr als 500 Meilen in der Länge von den Ufern des Rheines und auf dem Lande der Treverer in das der Nervier erstreckt) Lucius Minucius Basilus mit gesamten Reiterei voraus.

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Buch VI, 32:

Die Segner und Condruser, germanische Stämme, die zwischen dem Gebiet der Eburonen und der Treverer ansässig sind, schickten Gesandten zu Cäsar mit der Bitte, sie nicht als Feinde anzusehen.

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Buch VII, 63:

In diesem Landtag nahmen die Remer, Lingonen und Treverer nicht teil, jene weil sie uns treu blieben, die Trverer, eil sie zu weit entfernt waren, und von den Germanen schwer heimgesucht wurden.

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Buch VIII, 45:

Labienus lieferte inzwischen im Trevererland eine glückliche Reiterschlacht; in ihr fielen mehrere Treverer und Germanen, die niemanden ihren Beistand gegen die Römer ausschlugen. Ihre Fürsten brachte er lebend in seine Gewalt, unter ihnen der Häduer Surus, einen sehr tapferen und vornehmen Mann, der als einziger die Häduer bis dahin gegen uns gekämpft hatte.

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Buch VIII, 52:

Nach einer Rundreise durch ganz Oberitalien kehrte Cäsar schnellstens zu seinen Truppen nach Nemetocenna zurück, beorderte die Legionen aus sämtlichen Winterquartieren ins Land der Treverer, begab sich dorthin und hielt eine Heerschau aller Truppen ab.

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